FLUCHTEN
Ein Kunstprojekt des Diözesan-Caritasverbands für das Erzbistum Köln e.V.

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Dani Karawan: Memorial für Walter Benjamin, Portbou. Foto: Wikipedia
Dani Karawan: Memorial für Walter Benjamin,
1994 in Portbou, Spanien. (Die Spiegelung im
Glas zeigt den Fotografen.) Quelle: Wikipedia
Fluchtpunkt / Perspektive

Unter dem Wort "Perspektive" versteht man wörtlich den "Durchblick", zumeist  auf räumliche Verhältnisse. Für diese Konstruktion des Blicks auf sichtbare Zusammenhänge ist im Projekt "Fluchten" interessant, dass solche Verhältnisse immer auch mehr bedeuten können als das was man sieht. Es kann um die tatsächliche Entfernung gehen, die sichtbaren Verhältnisse oder um die Proportionen und Dynamiken zwischen Personen. 
Dabei spielt auch eine Rolle, wer etwas darstellt, wer betrachtet und wen oder was er betrachtet.

Das Wort Fluchtpunktperspektive bezeichnet die Konstruktion von Bildern, die auf einen bestimmten Punkt hin konstruiert sind. Hier kommen Linien zusammen, die in die Tiefe des Bildraums laufen. Solche Fluchtpunkte befinden sich zumeist in weiter Entfernung - und daher wird das Wort Fluchtpunkt auch im übertragenen Sinn als ein weit entferntes Ziel verstanden. Bei allen diesen Konstruktionen ist der Standpunkt des Betrachters wichtig: blickt er von einem erhöhten Punkt aus oder aus der "Froschperspektive"?

Für Bilder ist die Fluchtpunktperspektive längst nicht die einzige Möglichkeit, um räumliche Verhältnisse darzustellen. Bei der Luftperspektive nimmt die Schärfe des Wahrgenommenen mit zunehmender Entfernung ab und wird undeutlicher, bei der Farbperspektive verblassen die Farben entsprechend. Mittelalterliche Bilder nutzten oft die Bedeutungsperspektive: wichtige Personen wurden groß, weniger wichtige klein dargestellt.

Das Denkmal von Dani Karawan erinnert an den Kulturphilosophen Walter Benjamin, der von den Nationalsozialisten verfolgt wurde und sich auf der Flucht  1940 das Leben nahm.
Diese Seite begleitet das Kunstprojekt als Entwicklungsplattform.